Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer) in Essen
45356 Erdwegstraße 19, 21, 45356 Essen · Nordrhein-Westfalen · AG Essen in Nordrhein-Westfalen
Objekt & Lage
- Objekttyp
- Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer)
- Ort
- Essen
- Adresse
- Erdwegstraße 19, 21, 45356 Essen
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- Amtsgericht
- Essen in Nordrhein-Westfalen
Eckdaten der Immobilie
- Verkehrswert (Gutachten)
- 77.000 €
- Preis / m²
- 1.116 €
- Wohnfläche
- 69 m²
- Grundstück
- 847 m²
- Baujahr
- 1961
- Zimmer
- 2
- Zustand
- Renovierungsbedürftig
- Vermietet
- Ja
- Heizung
- Gas-Zentralheizung (Buderus, Baujahr 2012), Warmwasser über Durchlauferhitzer
Versteigerungstermin
- Termin
- Donnerstag, 11. Juni 2026 um 07:00
- Ort der Versteigerung
- Amtsgericht Essen, Hauptgebäude, Zweigertstr. 52, 45130 Essen, Etage 2, Sitzungssaal 293
- Amtsgericht
- Essen in Nordrhein-Westfalen
- Aktenzeichen
- 0185 K 0177/2024
Bewertung & Empfehlung
Expertenobjekt — nichts für Einsteiger
- Chance
- 60/100
- Risiko
- 55/100
- Empfohlenes Bietlimit
- 55.340 €
- Sicherheitsleistung
- 7.700 €
- Grunderwerbsteuer
- 5.005 €
- Geschätzter Marktwert
- 75.000 € – 110.000 €
Moderates Potenzial — genau rechnen.
Wertgrenzen im Termin
- 5/10-Grenze (50 %)
- 38.500 €
- 7/10-Grenze (70 %)
- 53.900 €
Unter der 5/10-Grenze wird der Zuschlag von Amts wegen versagt. Zwischen 5/10 und 7/10 kann ein Gläubiger die Versagung des Zuschlags beantragen.
KI-Risiko-Analyse
Versteigert wird eine vermietete 2-Zimmer-Eigentumswohnung (WE Nr. 9, ca. 69 m² Wohnfläche) im Erdgeschoss links eines Mehrfamiliendoppelhauses in Essen-Bochold, Erdwegstraße 21 (NRW). Das Gebäude wurde 1961 in Massivbauweise wiederaufgebaut; die Wohnung umfasst Diele, Bad, Küche, einen großen Wohnbereich (ehemals zwei Zimmer) und ein Schlafzimmer mit Balkon zur Rückseite sowie einen Kellerraum. Der Verkehrswert beträgt 77.000 € zum Stichtag 24.09.2025. Die Lage ist eine einfache bis mittlere Wohnlage; ein Lebensmittelmarkt liegt rund 350 m entfernt, ÖPNV in ca. 170 m. Die Wohnung ist überwiegend renovierungsbedürftig: abgenutzter Laminatboden mit Ausbruchstellen, sich lösende Tapeten, alte Heizkörper und – besonders kritisch – Schimmelpilzbildung an den Außenwänden in Bad, Küche und einem Zimmer (laut Mieterin vor allem im Winter wiederkehrend, vermutlich auf baujahrestypische Kältebrücken zurückzuführen). Die Wertminderung der Wohnung schätzt die Gutachterin auf ca. 15.000 €. Geheizt wird über eine Gas-Zentralheizung (Buderus, 2012), die der Verwalter laut Aussage demnächst erneuern möchte. Die Erhaltungsrücklage der Untergemeinschaft ist mit rund 38.430 € positiv ausgestattet. Wichtige Standortrisiken: Das Grundstück liegt laut Starkregenkarte der Stadt Essen teilweise im stark überflutungsgefährdeten Bereich (Einstautiefe über 0,25 m bei einem 100-jährlichen Ereignis), grenzt an den Borbecker Mühlenbach. Es liegt zudem über zwei Bergwerksfeldern (Steinkohle und Eisenerz) – ein Bergschadenrisiko, das im Gutachten fiktiv als unschädlich unterstellt wird. Der nordöstliche Grundstücksteil ist im Altlastenkataster als Verdachtsfläche erfasst; bei Beibehaltung der jetzigen Nutzung besteht kein Handlungsbedarf, bei Abriss/Neubau könnten Kosten anfallen. Da die Wohnung vermietet ist, kann ein Erwerber sie nicht ohne Weiteres selbst beziehen.
Die Eigentumswohnung ist vermietet. Ein Erwerber kann sie nicht ohne Weiteres selbst beziehen; ein bestehender Mietvertrag und Mieterrechte sind zu prüfen.
Überwiegend renovierungsbedürftiger Zustand mit Schimmelpilzbildung an mehreren Außenwänden (Bad, Küche, Zimmer) durch baujahrestypische Kältebrücken, abgenutzter Boden, alte Heizkörper. Wertminderung der Wohnung ca. 15.000 €; zusätzlich Instandsetzungsbedarf am Gemeinschaftseigentum.
Der nordöstliche Grundstücksteil ist im Altlastenkataster als Verdachtsfläche (Auffüllung Germaniastr./Haferstr.) erfasst. Bei Beibehaltung der Nutzung kein Handlungsbedarf, bei Abriss/Neubau ggf. Bodenanalyse- und Sanierungskosten. Zusätzlich Bergschadenrisiko (zwei Bergwerksfelder).
Die Gutachterin schätzt die Wertminderung der Wohnung durch Bauschäden/Baumängel auf ca. 15.000 € (liegt unterhalb der tatsächlichen Instandsetzungskosten). Hinzu kommt anteiliger Instandsetzungsbedarf am Gemeinschaftseigentum, der über die Erhaltungsrücklage (ca. 38.430 €) teilweise gedeckt sein dürfte. Eine vertiefte Untersuchung (v.a. Schimmel/Kältebrücken) wird empfohlen.
- Schimmelpilzbildung an Außenwänden in Bad, Küche und einem Zimmer (Kältebrücken)
- Laminatboden abgenutzt mit Ausbruchstellen, erneuerungsbedürftig
- Tapeten lösen sich, größere Fehlstelle in der Küche
- Heizkörper teilweise alt und erneuerungsbedürftig
- Gemeinschaft: Risse Rückfassade, Korrosion Kellertreppe, Fenster aus 1980ern, alte Dacheindeckung/Leitungen
Weitere Auffälligkeiten: STARKREGEN-/ÜBERFLUTUNGSGEFAHR: Das Grundstück liegt laut Starkregenkarte teilweise im stark überflutungsgefährdeten Bereich (>0,25 m Einstautiefe bei 100-jährlichem Ereignis), grenzt an den Borbecker Mühlenbach. BERGBAU: Lage über zwei Bergwerksfeldern (Steinkohle 'Carolus Magnus', Eisenerz 'Neu Essen') – Bergschadenrisiko, fiktiv als unschädlich unterstellt. Abt. II enthält wertrelevante Eintragungen (Veräußerungsbeschränkung mit Verwalterzustimmung), im ZVG ausgenommen. Positiv: Erhaltungsrücklage der Untergemeinschaft ca. 38.430 €. Energieausweis (Verbrauch) für Gebäude 21: 108 kWh/m²·a Endenergie.
Wirtschaftlichkeit (Beispielrechnung)
Beispielrechnung mit Standard-Annahmen, abgeleitet aus den Objektdaten — keine verbindliche Kalkulation. Gebot = 55.340 €, Sanierung = 15.000 €.
- Gesamtinvest
- 79.767 €
- Erwerbsnebenkosten
- 4.927 €
- Gewinn (Erwartung)
- 9.958 €
- ROI
- 12,5 %
- ROI p. a.
- 16,6 %
Annahmen: Verkaufspreis 92.500 €, Haltedauer 9 Monate, Haltekosten 500 €/Monat, Verkaufsnebenkosten 3 %.
- Gesamtinvest
- 75.267 €
- Jahres-Kaltmiete
- 6.624 €
- Cashflow / Monat
- 261 €
- Brutto-Mietrendite
- 8,8 %
- Cash-on-Cash
- 14,8 %
Annahmen: Kaltmiete 8 €/m²·Monat (552 €/Monat), Eigenkapital ~30 %, Zins 4 % p. a., Bewirtschaftung 20 %.








