Risiken bei der Zwangsversteigerung — worauf du achten musst
7 Min. Lesezeit
Kein Gewährleistungsanspruch
Anders als beim normalen Kauf gibt es bei der Zwangsversteigerung keine Gewährleistung. Mängel gehen voll zu deinen Lasten. Umso wichtiger ist die Prüfung des Verkehrswertgutachtens und — wenn möglich — eine eigene Einschätzung des Zustands.
Sanierungsstau
Versteigerte Immobilien sind häufig vernachlässigt. Feuchtigkeit, alte Heizungen, Dachschäden: Sanierungskosten können das vermeintliche Schnäppchen schnell auffressen. Kalkuliere sie realistisch ein, bevor du ein Limit setzt.
Bestehende Mietverhältnisse
Ist die Immobilie vermietet, übernimmst du den Mietvertrag — „Kauf bricht nicht Miete" gilt auch hier. Eine Eigenbedarfskündigung ist möglich, aber an Fristen gebunden. Bei Gewerbe- oder langfristigen Mietverträgen kann das die Nutzung stark einschränken.
Rechte im Grundbuch
Wohnrechte, Nießbrauch oder Dienstbarkeiten in Abteilung II können bestehen bleiben und bestehen unter Umständen auch nach dem Zuschlag fort. Das geringste Gebot weist solche bestehenbleibenden Rechte aus — lies es genau.
Räumung
Wohnt der bisherige Eigentümer noch in der Immobilie, musst du als neuer Eigentümer unter Umständen ein Räumungsverfahren führen. Das kostet Zeit und Geld und sollte eingeplant werden.